Lösungen / Parkleitsysteme

Parkleitsysteme

Ein Parkleitsystem erfasst, welche Stellplätze oder Parkhäuser frei sind, und leitet Autofahrer mit Parkleittafeln, Apps und Navigationsdiensten dorthin. Es verringert den Parksuchverkehr in Städten und hilft Betreibern, ihre Kapazität besser zu nutzen.

Drei Ebenen der Parkleitung

  • Stadtebene: dynamische Parkleittafeln am Stadtrand und im Zentrum zeigen die Zahl freier Plätze je Parkhaus.
  • Parkhausebene: Zählung an Ein- und Ausfahrten sowie je Ebene oder Zone leitet Autofahrer innerhalb des Parkhauses.
  • Stellplatzebene: ein Sensor je Stellplatz mit farbiger Anzeige zeigt genau, welche Plätze frei sind.

Detektionstechnologien

  • Zählschleifen oder Kameras an Ein- und Ausfahrten für die Gesamtbelegung eines Parkhauses.
  • Ultraschall- oder optische Sensoren über jedem Stellplatz in Tiefgaragen und Parkhäusern.
  • Magnetfeld- oder Radar-Bodensensoren für Stellplätze im Straßenraum und im Freien, häufig über LoRaWAN oder andere energiesparende Netze angebunden.
  • Kamerabasierte Erkennung, die mit einem Gerät mehrere Stellplätze überwachen und, wo zulässig, auch Kennzeichen lesen kann.

Daten und Integration

Der Nutzen eines Parkleitsystems wächst, wenn die Daten geteilt werden. Die Echtzeitverfügbarkeit kann über offene Schnittstellen veröffentlicht werden – zum Beispiel in DATEX II, dem europäischen Standard, der auch Parkinformationen abdeckt – und über Nationale Zugangspunkte, damit Apps und Navigationsdienste sie weiterverwenden können. Die Integration mit ANPR-Zufahrtskontrolle, Bezahlsystemen und Ladepunkten für E-Fahrzeuge macht aus getrennten Systemen einen durchgängigen Dienst.

Worauf es im Projekt ankommt

  • Der erforderliche Detaillierungsgrad: Gesamtbelegung je Parkhaus, Zonen oder einzelne Stellplätze.
  • Stromversorgung und Kommunikation für Sensoren, insbesondere im Straßenraum.
  • Genauigkeit und Wartung der Zählung, damit die angezeigten Zahlen verlässlich bleiben.
  • Eigentum an den Daten und Schnittstellen zu städtischen Diensten und Drittanbietern.

Nutzen für Städte und Betreiber

  • Weniger Parksuchverkehr in der Innenstadt und damit weniger Emissionen und Belastungen.
  • Bessere Auslastung bestehender Parkhäuser, auch wenig genutzter am Rand des Zentrums.
  • Einblick in die Belegung im Zeitverlauf als Grundlage für Parkgebühren, Parkausweise und die Planung neuer Kapazitäten.
  • Ein besseres Erlebnis für Besucher, die schon vor der Ankunft wissen, wo sie parken können.

So unterstützt Urbiflow Sie

Wir planen und integrieren Parkleitsysteme von den Sensoren bis zu Anzeigen und Datenplattformen, verbinden sie mit ANPR-, Bezahl- und Ladesystemen, veröffentlichen Verfügbarkeitsdaten über offene Schnittstellen und warten die Anlage mit vereinbarten Service-Levels.

Relevant für: Park- & MobilitätsbetreiberStädte & Kommunen

FAQ

Häufige Fragen

Brauche ich einen Sensor auf jedem Stellplatz?

Nicht unbedingt. Eine Zählung an Ein- und Ausfahrten reicht aus, um die Gesamtbelegung eines Parkhauses anzuzeigen. Sensoren je Stellplatz sind sinnvoll, wenn Autofahrer zu einzelnen Plätzen geleitet werden sollen, etwa in großen Parkhäusern oder für Sonderstellplätze.

Kann die Parkplatzverfügbarkeit in Navigations-Apps erscheinen?

Ja, wenn die Daten über eine offene Schnittstelle und gegebenenfalls über den Nationalen Zugangspunkt veröffentlicht werden. Navigationsdienste und Apps können sie dann weiterverwenden.

Lässt sich ein Parkleitsystem mit Ladeinfrastruktur kombinieren?

Ja. Ladepunkte können in die Verfügbarkeitsdaten und in das Lastmanagement einbezogen werden, zum Beispiel über das Protokoll OCPI, sodass Autofahrer sehen, wo ein freier Ladeplatz ist.

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